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Der Top-30-Visit-Report 2026. Was die Besucherliste über Pick 23 verrät

Einundzwanzig Namen sind öffentlich, neun im Dunkeln. Was die Visit-Liste über Pick 23 verrät — und was sie nicht sagt. Die ehrliche Einordnung am Vorabend Draft Night.

·14 Min. Lesezeit·
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Noch eine Nacht. Dann leuchtet das Commissioner-Pult in Pittsburgh, Goodell tritt ans Mikro, und irgendwo zwischen Pick 22 und Pick 24 fällt ein Name, den Eagles-Fans ab Freitagmorgen sechs Monate lang im Schlaf runterbeten werden.

Einundzwanzig Namen sind öffentlich, seit Devin Jackson vom Philadelphia Inquirer heute Mittag Keldric Faulk und Kadyn Proctor persönlich bestätigt hat. Neun sind weiter im Dunkeln. Genau in dieser Lücke suchen Eagles-Fans seit Wochen ihren Pick 23. Bermans Threads, Kempskis Tracker, Zangaros Liste, Jacksons frische Interviews aus Pittsburgh. Jede Visit-Meldung dieser Woche wird durchgerechnet: Was bedeutet sie, wo verstärkt Howie Roseman, welcher Name steigt in der Nacht auf Freitag auf die Bühne in Acrisure Stadium. Das Problem: Die Liste ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte steht in den Regeln und in der Historie, wie oft Philly aus diesen 30 Namen pickt. Beides hat es in sich.

Also: erst das Regelwerk, dann der Zahlenvergleich 2020 bis 2025, dann die Liste 2026 mit Needs-Abgleich. Am Ende eine deutlich kürzere Liste wahrscheinlicher Picks. Plus eine ehrliche Einordnung, warum die Visit-Liste ein guter Indikator ist, aber nicht der Kompass, den viele Fans in ihr sehen. Wer Draft Night vorbereitet durchmachen will, bekommt hier das Handbuch für die grün-schwarze Lupe.

Was ein Top-30-Visit überhaupt ist

Jedes NFL-Team darf vor dem Draft bis zu 30 College-Spieler in die eigene Team-Facility einladen. Nicht mehr. Das Limit steht seit 2006 bei 30 (davor 20). Die Liga reguliert die 30 streng. Kein Timed 40, kein Pro-Day-2.0 im eigenen Haus. Erlaubt sind: Interviews, Whiteboard-Sessions, schriftliche Tests, medizinische Nachuntersuchungen bei Injury-Red-Flags, Meetings mit Coaches und Scouts, Gespräche mit dem Owner, Rundgang durch das Gebäude [1].

Die bekannteste Ausnahme: Spieler aus dem lokalen Markt zählen nicht mit. Wer im Einzugsgebiet des Teams wohnt oder dort aufs College gegangen ist, darf zusätzlich kommen. Die Local Exemption. Für Philly heißt das: Spieler aus Pennsylvania, South Jersey, Delaware, Teilen von Maryland. Ein Dani Dennis-Sutton von Penn State würde theoretisch unter die Local-Ausnahme fallen. Aber Philly nutzt sie selten offensiv. Die meisten Namen laufen regulär durch die 30er-Zählung.

Das Zeitfenster ist kurz. Zwischen Ende Pro-Day-Saison und der Woche vor dem Draft. Eine Welle zwischen Mitte März und 17. April, danach schließen Visits offiziell. In dieser Woche laufen die letzten Besucher durch die NovaCare-Drehtür. In der Nacht auf Freitag fällt der erste Pick in Pittsburgh.

Warum Teams das tun. Drei Gründe, nicht einer

Der offensichtliche Grund: Due Diligence. Medizinische Zweitbegutachtung, Charakter-Check, Scheme-Fit-Gespräch, letzter Blick in die Augen. Howie Roseman hat es 2025 selbst formuliert: "Everyone we bring in for top 30 is for a reason." Der Reason ist aber nicht immer ein Pick.

Zweitens: Verhandlungstaktik. Teams bringen Spieler, die sie traden wollen oder als Fallback in Runde 3 sehen. Die Information, wer da war, streuen, filtern, leaken sie gezielt. Kein Zufall.

Drittens, der beste Teil: Smokescreen. Teams bringen Spieler ins Gebäude, an denen sie null Interesse haben. Nur damit andere Teams denken, sie wären interessiert. Der klassische Red Herring. Je früher der Pick im Draft, desto wichtiger dieser Teil des Spiels. Roseman liebt diese Technik. Die Fans genauso [2].

Fazit: Die Liste ist ein Datenpunkt. Kein Pfeil zum Pick. Aber ein ziemlich guter Datenpunkt, wenn man ihn über mehrere Jahre betrachtet.

Der Spin. Wie oft die Eagles aus der Visit-Liste gepickt haben

Hier wird es interessant. Die Philly-Special-Show-Macher, Kempski und die Bleeding-Green-Nation-Community rechnen seit Jahren nach, wie zuverlässig die Visit-Liste den tatsächlichen Draft vorhersagt. Zwei Perspektiven lohnen sich:

Perspektive A: Wie viel Prozent der Eagles-Draftklasse war vorher zu Besuch?

JahrPicksDavon mit VisitKlassen-Quote
20237457,1 %
20249555,5 %
20251000 %

Perspektive B: Wie viel Prozent der 30 Visits werden tatsächlich gepickt?

Die umgekehrte Rechnung, und die spannendere. Aus 30 Visits wurden gepickt:

JahrVisitsDavon gepicktVisit-Quote
2023ca. 304ca. 13 %
2024ca. 305ca. 17 %
2025ca. 3000 %

Die Jahre 2020 bis 2022 sind schwieriger zu verifizieren. 2020 und 2021 fielen in die COVID-Saisons ohne Präsenz-Visits, vergleichbar ist da wenig. 2022 ist das Jordan-Davis-Referenzjahr. Davis bestätigte seinen Visit selbst, Philly pickte ihn an 13. Dazu kamen Cam Jurgens und weitere Visit-Namen in den späteren Runden [3].

Die saubere Zahl für die drei aktuellsten Jahre: Im Schnitt drafteten die Eagles pro Jahr etwa 10 bis 15 Prozent der 30 Visits. Die Klassen-Quote liegt mit 55 bis 57 Prozent höher, weil Philly kleinere Draftklassen hat als 30 Picks. Unterm Strich: Wer auf der Visit-Liste steht, hat eine Draft-Wahrscheinlichkeit durch Philly von konservativen 10 bis 20 Prozent. In einem durchschnittlichen Jahr. In einem Ausreißer wie 2025 bei null.

Auf diesen Ausreißer muss man schauen. Roseman erklärte nach der 2025er-Klasse öffentlich: Andere Teams holten Spieler vom Board, die Philly ins Haus geholt hatte. Das Board verschob sich auf der Uhr. Dazu kamen Anti-Tampering-Leaks und Smokescreens in beide Richtungen. 2025 war laut Roseman kein Muster-Wechsel, sondern eine Anomalie [4]. Kann man glauben, muss man nicht. Die Historie davor stützt die Erklärung.

Was ich für 2026 daraus ableite: Wahrscheinlich kommen 4 bis 5 der 8 Eagles-Picks aus der Visit-Liste. Das sind 13 bis 17 Prozent der 30 Visits, die am Ende das Grün tragen. Die Frage ist: Welche?

Die Liste 2026. Einundzwanzig bekannte Visits, sortiert nach Positionsgruppe

Der aktuelle Stand der öffentlich gemeldeten Visits:

  • OT: 6 Spieler
  • iOL: 3 Spieler
  • TE: 4 Spieler (einer namentlich unbekannt)
  • WR: 3 Spieler
  • EDGE: 3 Spieler
  • S: 2 Spieler

Null Quarterbacks. Null Cornerbacks. Null Linebacker. Null Running Backs. Das ist ein Fingerabdruck, der sich mit meiner Needs-Analyse deckt [5].

Offensive Tackle. Sechs Namen, ein Signal

Kadyn Proctor (Alabama). 6'7, 352 Pfund, drei Jahre Starter auf Left Tackle. Wird erst im Juni 21. Platz zwei auf Bruce Feldmans "Freaks"-Liste, 815 Pfund Squat. Ein athletischer Koloss, den man in ein, zwei Jahren auf Right Tackle entwickeln kann. Möglicher Lane-Johnson-Nachfolger, laut Kempski auch auf Guard denkbar [6]. Projected Round 1. Devin Jackson vom Inquirer bekam die Bestätigung heute Vormittag direkt vom Spieler: Visit formell, dazu Wiedersehen mit Jihaad Campbell in der NovaCare [7].

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Max Iheanachor (Arizona State). 6'6, 321 Pfund. Kam mit 13 Jahren aus Nigeria in die USA, hat in der Highschool nie Football gespielt. Football seit 2021, 2025 Starting Right Tackle, beeindruckend beim Senior Bowl. Kempski-Vergleich: Mailata-Upside. Visit selbst bestätigt. Projected Round 1 oder 2.

Caleb Lomu (Utah). 6'6, 313 Pfund. Technisch sauber, schnelle Füße, bisher nur LT-Erfahrung. Der Name aus Bermans Ringer-Mock an Pick 23 [8]. Projected Round 1.

Markel Bell (Miami). 6'9, 346 Pfund. 36 3/8"-Armlänge. Physical-Freak-Profil, wird gegen schnelle Pass-Rusher kämpfen. Projected Day 3.

Isaiah World (Oregon). 6'6, 323 Pfund (Oregon listete 6'8). Nevada-Transfer mit RT- und LT-Erfahrung, Swing Tackle. Projected Day 3.

Travis Burke (Memphis). 6'9, 325 Pfund. Eine Saison Memphis als RT-Starter, davor FIU und Gardner-Webb. Projected Day 3.

Interior Offensive Line. Drei Namen für die stille Baustelle

Chase Bisontis (Texas A&M). 6'5, 315 Pfund. Ex-Right-Tackle, jetzt Left Guard. Kempski beschreibt ihn als "athletic brawler with a mean streak". Klarer Dickerson- oder Steen-Ersatzkandidat [9]. Projected Round 2.

Olaivavega Ioane (Penn State). 6'4, 320 Pfund. Guard mit Erfahrung auf LG, RG, ein paar Snaps LT, RT, C. Kempski: "Great player". Projected Round 1.

Jude Bowry (Boston College). 6'5, 314 Pfund. LT- und RT-Erfahrung, kurze Arme, wird wahrscheinlich nach innen rutschen. Projected Round 3 oder 4.

Tight End. Drei plus einer unbekannt

Kenyon Sadiq (Oregon). 6'3, 241 Pfund, 4,39 im 40er. Der beste TE dieser Klasse, sagen die meisten. Roob hat ihn im finalen Mock auf 23 [10]. Kempski hält Pick 23 für möglich, aber zu früh. Projected Round 1.

Bauer Sharp (LSU). 6'5, 249 Pfund. Stationen Southeastern Louisiana, Oklahoma, LSU. 2025 in LSU: 24 Catches, 252 Yards, 2 TDs. Vor allem Blocker. Projected Day 3.

Nate Boerkircher (Texas A&M). 6'5, 245 Pfund. Klassischer Blocking-TE, weniger als 100 Receiving Yards pro College-Saison. Projected Day 3.

Wide Receiver. Drei Namen für die Post-AJ-Brown-Ära

Chris Bell (Louisville). 6'2, 220 Pfund. 72 Catches, 917 Yards, 6 TDs in 11 Spielen 2025. ACL-Tear im November, laut Kempski "clean", Start 2026 möglich. AJ-Brown-Körpertyp, YAC-Beast. Projected Round 2.

Omar Cooper Jr. (Indiana). 6'0, 199 Pfund. National Champion 2025: 69 Catches, 937 Yards, 13 TDs. 2024 führte er die Big Ten mit 21,2 Yards pro Catch an. Kempski beschreibt ihn als RB-artigen Körperbau mit YAC-Stärke, nicht primär Speed. Projected Round 1.

De'Zhaun Stribling (Ole Miss). 6'2, 207 Pfund, 4,36 im 40. Stationen Washington State, Oklahoma State, Ole Miss. 55 Catches, 881 Yards, 6 TDs 2025. Kempski mit Augenzwinkern: "Sirianni wird Howie anflehen, hochzuhandeln und diesen Mann zu ziehen." Projected Round unklar, Mid Day 2.

Edge Rusher. Drei Namen für die Phillips-Lücke

Keldric Faulk (Auburn). 6'6, 276 Pfund, 34+ Zoll Armlänge. Der eigentliche Hammer auf dieser Visit-Liste. Mel Kiper Big Board Platz 23, Daniel Jeremiah Top 50 Platz 32, ESPN Reid der dritte Pass Rusher der Klasse hinter Bain und Bailey. 109 Tackles, 10 Sacks in der College-Karriere. PFF Run-Defense-Grade 85,5 in der letzten Saison. Versatility auf Edge und Interior. Modellspieler laut eigener Aussage: Cam Jordan. Visit erst heute durch Devin Jackson vom Inquirer bestätigt, Faulk betonte "really good people" im Haus [11]. Projected Late Round 1.

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Dani Dennis-Sutton (Penn State). 6'6, 256 Pfund, 5-Stern-Recruit. 2024 und 2025 zusammen: 17 Sacks, 25 TFLs. Kempski sieht ihn als möglichen Phillips-Ersatz gegen den Run. Projected Round 2 oder 3.

Romello Height (Texas Tech). 6'3, 239 Pfund. Sechs College-Saisons an vier Schulen (Auburn, USC, Georgia Tech, Texas Tech). 2025: 10 Sacks, 2 FFs. Situational Rusher. Projected Round 4.

Safety. Zwei Namen für den Fangio-Room

Jalon Kilgore (South Carolina). 6'1, 210 Pfund, 4,40 im 40. 7 INTs in zwei Saisons. "Star"-Rolle (Safety-Slot-LB-Hybrid). Kempski sieht ihn als Box-Safety neben Andrew Mukuba. Projected Round 3 oder 4.

Treydan Stukes (Arizona). 6'1, 190 Pfund, 4,33 im 40. Sechs College-Saisons. 2025: 52 Tackles, 4 INTs. Projected Day 3.

Die Gegenrechnung. Visits gegen Needs

Meine Roster-Analyse priorisierte neun Needs: OT, Edge, iOL, Safety, WR, TE, CB, LB, DT. Die Visit-Liste korreliert stark mit den Top 5. Null Visits in CB, LB, DT. Kein Zufall.

Ich drehe die Perspektive um. Statt 20 Visits durch den Needs-Raster laufen zu lassen, mache ich die umgekehrte Rechnung. Pro Need der Top 5 zeige ich, welche Visits an welchem Pick realistisch passen:

OT. Pick 23 wahrscheinlichstes Ziel. Proctor und Lomu sind die zwei realistischen Erstrunden-Szenarien an 23. Iheanachor ist möglich, falls Roseman den Roh-Athleten über den Fertig-Techniker zieht. Blake Miller aus Clemson, der Konsens-Name in den meisten Mocks, steht NICHT auf der Visit-Liste. Zwei Deutungen: Entweder Miller ist vor 23 weg, oder Philly hütet seinen Favoriten still. Historie spricht für Variante zwei.

iOL. Tag-2-Ziel. Ioane wäre Runde 1 möglich, Bisontis Runde 2, Bowry Runde 3 oder 4. Wenn Dickersons Rücktrittsgedanken real sind, ist ein Guard in Runde 2 oder 3 quasi Pflicht. Bisontis ist der naheliegende Name an Pick 54 oder 68.

Edge. Pick 23 wird interessant, Tag 2 Pflicht. Mit Faulk ist zum ersten Mal ein echter Pick-23-Kandidat auf der Edge-Liste. Kipers Nummer 23, Jeremiahs Top-32-Prospect, Cam-Jordan-Vorbild. Länge, Masse, Run-Defense-Grade, alles passt zum Fangio-System. Dennis-Sutton bleibt der logische Tag-2-Name auf Pick 54. Height ist Depth-Pick in Runde 4 oder 5. Neben Faulk stehen die anderen Top-Edges (Mansoor Delane, Kyle Kennard, Landon Jackson) nicht auf der Visit-Liste. Entweder macht Faulk das Rennen an Pick 23, oder ein stiller Edge aus der Blackbox. Die Greenard-Trade-Hypothese wird durch Faulks Visit nicht schwächer, sondern ergänzt: Wenn Roseman ihn wirklich will, wird der Cap-Room vorher gemacht.

Safety. Tag-3-Ziel. Kilgore und Stukes sind keine Erstrunden-Namen, wahrscheinlich Runde 3 bis 5. Deckt sich mit meiner Einschätzung: Kein Safety an Tag 1, Versuch an Tag 2 oder 3.

WR. Tag-2-Ziel. Cooper oder Bell an Pick 54 oder 68 ist plausibel. Cooper hat das bessere Upside, Bell das attraktivere Profil für den Brown-Ersatz. Keiner ist ein Pick-23-Kandidat.

TE. Nur Sadiq, und der ist wahrscheinlich vor 23 weg. Sharp und Boerkircher sind TE3-Depth-Picks.

Die reduzierte Liste. Die zwölf Namen, die es wirklich sein könnten

Ich streiche die Day-3-Projections (Bell/Miami, World, Burke, Bowry, Height, Boerkircher, Stukes). Dazu Sharp (zu schwach für Starter-TE2, zu viel Blocking), Stribling (unklare Projection, dünne Stats für Tag 2) und Sadiq (wahrscheinlich vor 23 weg, falls nicht, dann direkt Pick 23).

Es bleiben zwölf Namen, die realistisch in den ersten 100 Picks der Eagles landen. Sortiert nach Runde und Need-Fit:

Pick 23 (Round 1):

  • Kadyn Proctor, OT, Alabama
  • Caleb Lomu, OT, Utah
  • Max Iheanachor, OT, Arizona State
  • Keldric Faulk, EDGE, Auburn
  • Olaivavega Ioane, iOL, Penn State
  • Kenyon Sadiq, TE, Oregon (falls gefallen)
  • Omar Cooper Jr., WR, Indiana (falls BPA-Wert ruft)

Pick 54 bis 98 (Round 2 und 3):

  • Chase Bisontis, iOL, Texas A&M
  • Dani Dennis-Sutton, EDGE, Penn State
  • Chris Bell, WR, Louisville
  • Jalon Kilgore, S, South Carolina

Mit der Hit-Rate-Annahme (13 bis 17 Prozent der 30 Visits werden gepickt, also 4 bis 5 aus 30) und neun weiterhin unbekannten Visits kommen etwa 3 der 8 Eagles-Picks aus den 21 bekannten Namen. Die übrigen 1 bis 2 aus der Blackbox.

Was die Liste nicht sagt

Die größte Ungewissheit ist, wer NICHT öffentlich zu Besuch war. Historisch waren die für Philly wichtigsten Visits oft gerade nicht publik. Quinyon Mitchell 2024 nicht. Cooper DeJean 2024 nicht. Die Eagles haben einen Ruf dafür, den wirklich wichtigen Visit dicht zu halten. Wenn Miller, Freeling oder ein Top-Edge in der Nacht mit grün-schwarz nach Hause geht, war er mit hoher Wahrscheinlichkeit da. Nur wusste es keiner.

Dazu: Keine Quarterbacks, keine Running Backs, keine Linebacker, keine Corners auf einem öffentlichen Visit bisher. Das deckt sich mit der Roster-Analyse: Diese Positionen sind 2026 solide besetzt, und Roseman spart seine Visits nicht für Positionen, an denen er keinen Bedarf hat.

Meine Prognose für Pick 23 und darüber hinaus

Pick 23 geht mit höchster Wahrscheinlichkeit auf einen Offensive Tackle oder Keldric Faulk. Proctor (heute selbst bestätigt), Lomu oder Iheanachor führen die OT-Seite. Faulk führt die Edge-Seite und ist nach Jacksons Bestätigung der spannendste Neuzugang auf der Liste. Plus der stille Favorit aus der Blackbox, vermutlich Miller oder Freeling.

Plan B bei Pick 23: Sadiq, wenn er fällt und Roseman bereit ist, den Goedert-Nachfolger früh zu ziehen. Ioane, wenn ein Tackle-Lauf vor 23 stattfindet. Trade-back aus 23 bleibt die statistisch häufigste Roseman-Option.

Tag 2 dann die Need-Rotation: Dennis-Sutton (Edge), Bisontis oder Ioane (iOL), Cooper oder Bell (WR). Tag 3 Depth: ein Safety aus dem Kilgore-Stukes-Topf, ein Tackle zur Entwicklung aus World-Burke-Bell, ein Edge-Rotator.

Die ehrliche Einordnung: Die Visit-Liste 2026 ist ein starker Fingerabdruck, aber kein Pfeil zum Pick. Sie sagt mehr über die Bereiche, in denen Philly sich verstärkt, als über die konkreten Namen. Sechs OT plus drei iOL plus ein TE-Sadiq plus ein Faulk heißt: Lines, Lines, Lines, mit einem TE-Nachfolger-Gedanken und einem ernsten Edge-Rekrutierungssignal. Das deckt sich exakt mit meinem Needs-Ranking.

Dann noch die Uhrzeit, damit keiner den Moment verpasst. Donnerstag, 23. April, 20:00 Uhr ET in Pittsburgh. In Deutschland ist das Freitag, 2:00 Uhr morgens. Pick 23 landet erfahrungsgemäß zwischen 4:30 und 5:30 Uhr deutscher Zeit. Kaffee kochen, Stream laden, Handy lautlos auf den Tisch. Wer die Nacht durchmacht, hört den Namen live, wer sie nicht durchmacht, steht morgens mit grünem Grinsen oder grünem Augenring auf. Wahrscheinlich ein Offensive Tackle. Wahrscheinlich einer, der auf dieser Liste steht oder in den stillen zehn versteckt war. Danach wartet der Freitagabend ET mit Pick 54 und 68, der Samstag mit Pick 98 und den fünf Späterrunden-Picks. Sieben weitere Chancen für Roseman, diese Klasse zu einem Meisterstück zu machen.

Wenn am Ende vier oder fünf von ihnen aus dieser Liste kommen, hat sich das Visit-Signal wieder als verlässlich erwiesen. Wenn nicht, lacht Roseman einfach wieder und Kempski schreibt die nächste Analyse. Beides hat sein Drehbuch. Noch eine Nacht. Dann wird geliefert. Fly Eagles Fly. Go Birds.

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