Zwei Signings an einem Tag, beide unter dem Radar. Kein Blockbuster, kein Prestige-Name, sondern genau die Art von Moves, die Howie Roseman im Schlaf macht: günstige Veteranen, die Rollen füllen und den Roster besser machen.
Die Eagles haben Running Back Dameon Pierce und Tight End Stone Smartt jeweils mit einem Ein-Jahres-Vertrag ausgestattet [1]. Beides keine Starter. Beides Spieler, die wissen, was sie können und was nicht. Genau das braucht ein Contender.
Dameon Pierce: Barkley-Backup mit Rookie-Pedigree
Pierce kennt man noch aus seiner Rookie-Saison 2022 in Houston. Damals lief der Viertrundenpick aus Florida 939 Rushing Yards in nur 13 Spielen, bevor ihn eine Knöchelverletzung stoppte. Das reichte für Rookie-of-the-Year-Gespräche [2].
Die Karriere-Zahlen: 419 Carries, 1.684 Rushing Yards, zehn Touchdowns in vier Saisons. Dazu 45 Catches für 268 Yards. Kein Bellcow, aber ein Typ, der zwischen die Tackles knallen kann und den Ball nicht verliert.
Nach drei Saisons in Houston wurde Pierce im November 2025 entlassen. Die Chiefs holten ihn auf die Practice Squad, wo er die Saison beendete [3].
Bei den Eagles kämpft Pierce um einen Platz hinter Saquon Barkley, Tyler Bigsby und Will Shipley. Kein leichtes Unterfangen. Aber Pierce bringt mit, was im Camp zählt: Er hämmert zwischen die Tackles und liefert auf Special Teams. 26 Jahre alt, 1,78 m, 98 kg. Ein kompakter Läufer, der seinen Job kennt.
Stone Smartt: Vom Quarterback zum Tight End
Smartts Geschichte ist die kuriosere der beiden. In der High School in Loomis, Kalifornien, spielte er Quarterback. Am Junior College auch. Bei Old Dominion auch. Erst als er 2022 als Undrafted Free Agent bei den Chargers landete, wechselte er die Position [4].
In vier NFL-Saisons bei den Chargers und Jets: 31 Catches, 380 Yards, ein Touchdown in 53 Spielen. Keine Zahlen, die jemanden vom Hocker reißen. Smartt verdient sein Geld auf Special Teams und als Blocker.
Die Tight-End-Position wird in Philly gerade umgebaut. Smartt füllt die Tiefe und liefert Special-Teams-Snaps. Nicht mehr, nicht weniger [5].
Was beide Signings gemeinsam haben
Günstig. Einjährig. Kein Risiko.
Pierce und Smartt sind keine Spieler, über die man im April noch spricht. Aber sie sind Spieler, die im September auf dem Feld stehen und ihren Job machen. Howie Roseman baut keinen Roster nur aus Stars. Er baut ihn aus 53 Mann, die jeweils wissen, warum sie da sind.
Die großen Moves (A.J. Brown Trade, Draft) stehen noch aus. Das hier ist Grundlagenarbeit. Und bei den Eagles hat Grundlagenarbeit in den letzten Jahren ziemlich gut funktioniert.
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