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Analyse

Die Eagles-Offseason im Check: Was Howie gebaut hat, was noch fehlt, und warum der Draft entscheidend wird

Jordan Davis gelockt, Woolen geholt, Phillips verloren, Goedert noch offen. Eine ehrliche Bilanz der Eagles Free Agency 2026 -- und ein Blick auf die neun Draft-Picks.

·4 Min. Lesezeit·
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Die Free Agency 2026 war für die Eagles ein typischer Howie-Roseman-Zyklus: klug, strategisch, manchmal frustrierend -- und am Ende steht man da und denkt: Okay, das ist eigentlich ganz gut. Aber nicht perfekt. Gehen wir das mal durch.

Was reinkommt

Jordan Davis: 3 Jahre, 78 Millionen -- Der beste Move der Offseason. Davis ist 25, hat im Super Bowl geliefert, und der Deal spart sofort 8 Millionen Cap Space. A-Grade, keine Diskussion.

Riq Woolen: 1 Jahr, bis zu 15 Millionen -- Prove-It-Deal für einen ehemaligen Pro-Bowl-Corner. Wenn Woolen sein Rookie-Level wiederfindet, ist das ein Steal. Wenn nicht, kein langfristiger Schaden. Smart.

Arnold Ebiketie: 1 Jahr, 7.3 Millionen -- Edge-Rusher-Depth die die Eagles brauchen. Kein Star-Signing, aber solide Arbeit.

Jonathan Jones: 1 Jahr -- Veteran-DB der multiple Positionen spielen kann. Depth-Signing, nichts Glamouröses.

Johnny Mundt: 1 Jahr -- Blocking Tight End. Wird keine Highlights produzieren, aber die Run-Game-Gaps werden sauber sein.

Grant Calcaterra: 1 Jahr -- Rückkehr des 2022 Draft-Picks. Günstig, kennt das System, solider TE2.

Braden Mann: 4 Jahre, 14 Millionen -- Punter-Deal, der zeigt wie sehr die Eagles an Special Teams glauben. Boring? Ja. Aber Mann war ein Top-5-Punter letztes Jahr.

Was rausgeht

Jaelan Phillips → Carolina, 4 Jahre/120 Mio. -- Der schmerzhafteste Abgang. Ein Third-Round-Pick für acht Spiele, und am Ende nichts behalten.

Reed Blankenship → Houston -- Tut weh. Blankenship war ein Undrafted-Märchen der sich zum Starter hochgearbeitet hat. Aber Houston hat offensichtlich mehr geboten.

Nakobe Dean → Las Vegas -- Weniger überraschend. Dean hatte Schwierigkeiten auf dem Feld und war nie der Starter den sich die Eagles erhofft hatten.

Jahan Dotson → Atlanta, 2 Jahre/15 Mio. -- Der Dotson-Trade war von Anfang an fragwürdig. Dass er jetzt für 7.5 Millionen pro Jahr nach Atlanta geht, sagt alles.

Matt Pryor → Arizona, Brett Toth → San Francisco -- Offensive-Line-Depth die geht. Kein Grund zur Panik, aber es zeigt wie schnell sich ein Roster verändert.

Was noch offen ist

Dallas Goedert -- Der Elefant im Raum. Goedert hatte 11 Receiving Touchdowns letztes Jahr, die meisten im Team. Wenn er nicht zurückkommt, brauchen die Eagles dringend einen Tight End -- wahrscheinlich im Draft.

Michael Carter II -- Der Nickel Corner hat einen renegotiated Deal um Cap Space zu schaffen, aber seine Zukunft ist nicht sicher. Ein Cut würde 8.7 Millionen sparen.

Die Salary Cap Situation

Der ligaweite Salary Cap liegt 2026 bei 301.2 Millionen -- ein neuer Rekord und 22 Millionen mehr als letztes Jahr. Die Eagles hatten zu Beginn der Free Agency rund 12.6 Millionen an Cap Space, Platz 18 in der Liga.

Durch die Davis-Extension und den Carter-II-Restructure haben sie sich Luft verschafft. Aber reich sind sie nicht. Das ist der Preis dafür, ein Super-Bowl-Team zusammenzuhalten -- du zahlst deine Stars, und der Rest muss über Drafts und Prove-It-Deals aufgefüllt werden.

Der Draft: 9 Picks, große Fragen

Die Eagles gehen mit neun Picks in den 2026 Draft, davon vier Compensatory Picks -- ein Drittrundenkomp, ein Viertrundenkomp, ein Fünfter, und ein Sechster.

Der 23. Overall-Pick wird entscheidend. Die größten Needs:

Edge Rusher -- Nach dem Phillips-Abgang die offensichtlichste Lücke. Mehrere Mock Drafts sehen die Eagles hier investieren.

Offensive Tackle -- Lane Johnson kommt zurück für 2026, aber er wird nicht jünger. Es ist Zeit, seinen Nachfolger zu finden.

Tight End -- Falls Goedert nicht zurückkommt, ist ein Top-TE im Draft fast Pflicht. Hurts braucht diesen Safety-Valve in der Red Zone.

Wide Receiver -- Jerry Jeudy wird wahrscheinlich nicht mehr lange auf dem Roster sein. Ein WR in den mittleren Runden wäre klug.

Gesamtbilanz

Grade: B

Die Eagles haben das getan, was Super-Bowl-Sieger tun müssen: die Kern-Spieler halten (Davis), kluge Prove-It-Deals machen (Woolen, Ebiketie), und Verluste akzeptieren die zu teuer geworden sind (Phillips). Sie haben kein Geld verbrannt, keine Panik-Signings gemacht, und sich Draft-Kapital erhalten.

Aber -- und das ist ein echtes Aber -- die Edge-Rush-Situation ist duenn. Zu duenn für ein Team das den Super Bowl verteidigen will. Der Draft muss hier liefern. Und Goedert muss irgendwie zurückkommen.

Die Offseason ist noch nicht vorbei. Der Draft im April wird zeigen ob diese Free Agency eine B oder eine A wird. Bis dahin: Solide Arbeit, Howie. Aber wir schauen dir auf die Finger.

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