Sechs Tage bis Pittsburgh. Die Mocks stapeln sich, die Podcasts laufen heiß, und wer Twitter und Bluesky in den letzten 48 Stunden offen hatte, weiß: Der Consensus liest sich wie ein Echoraum. Das Problem: "Consensus" ist in den meisten Artikeln ein Gefühl, keine Zahl. Wir haben nachgezählt.
Dieser Artikel legt drei Dinge nebeneinander. Erstens den harten Aggregator-Consensus: 28 unique Mocks aus drei Trackern, Name für Name ausgezählt, in einer Tabelle gegenübergestellt. Zweitens Dane Bruglers "The Beast" Top 100 für The Athletic, Stand Anfang April. Drittens Fran Duffys "Diehard Draft Guide 2026" Top 26 für ALLCITY Network. Beide Boards sind keine Mocks, sondern Tape-Rankings von Analysten, die Philly atmen.
Die spannende Frage ist nicht, welcher Name am häufigsten auftaucht, sondern wo Masse und Philly-Insider auseinanderlaufen. Genau da liegt das verwertbare Signal für Pick 23.
Methodik. Woher die Zahlen stammen
Drei Aggregatoren, alle aus dem April-Fenster 2026, alle mit voller Analysten-Attribution:
- Mock Draft Tracker 1.0 von philadelphiaeagles.com (09. April). 21 Einzelmocks von ESPN, NFL.com, The Athletic, CBS Sports, USA Today und The Draft Network.
- Mock Draft Roundup Version 4.0 von Jimmy Kempski für PhillyVoice (07. April). Neun Mocks, davon vier mit Spielern, die im Eagles-Tracker nicht auftauchen.
- Eagles 2026 Mock Draft Tracker von Adam Holt für atozsports (13. April). Sieben Mocks, davon drei mit unique Attributionen (A-to-Z-Autoren plus eine NBC-Sports-Philadelphia-Fan-Umfrage).
Bereinigt um Duplikate (gleicher Analyst, gleiches Zitat) bleiben 28 eigenständige Mocks übrig. Liefert derselbe Analyst bei zwei Aggregatoren dasselbe Zitat, zählt er einmal. Macht er in einer USA-Today-Mock als Solo-Autor einen anderen Pick als in einer Co-Autorenschaft, zählt er zweimal.
Alle 28 Mocks liegen im Fenster Ende März bis 13. April. Spätere Trade-Ups oder Prospect-News können das Bild noch verschieben. Für heute ist das die Datenbasis.
Stimme eins. Der harte Consensus, ausgezählt
Position an Pick 23, nach Aggregator-Auszählung:
| Position | Mocks | Anteil |
|---|---|---|
| Offensive Tackle | 20 | 71,4 % |
| Edge Rusher | 4 | 14,3 % |
| Wide Receiver | 2 | 7,1 % |
| Cornerback | 1 | 3,6 % |
| Safety | 1 | 3,6 % |
Einzelne Spieler, absteigend nach Häufigkeit:
| Rang | Spieler | Position | College | Mocks | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Blake Miller | OT | Clemson | 6 | 21,4 % |
| 1 | Max Iheanachor | OT | Arizona State | 6 | 21,4 % |
| 3 | Caleb Lomu | OT | Utah | 3 | 10,7 % |
| 3 | Kadyn Proctor | OT | Alabama | 3 | 10,7 % |
| 5 | Keldric Faulk | EDGE | Auburn | 2 | 7,1 % |
| 6 | Spencer Fano | OT | Utah | 1 | 3,6 % |
| 6 | Monroe Freeling | OT | Georgia | 1 | 3,6 % |
| 6 | Akheem Mesidor | EDGE | Miami | 1 | 3,6 % |
| 6 | T.J. Parker | EDGE | Clemson | 1 | 3,6 % |
| 6 | Omar Cooper Jr. | WR | Indiana | 1 | 3,6 % |
| 6 | Makai Lemon | WR | USC | 1 | 3,6 % |
| 6 | Jermod McCoy | CB | Tennessee | 1 | 3,6 % |
| 6 | Emmanuel McNeil-Warren | S | Toledo | 1 | 3,6 % |
Drei Beobachtungen.
Erstens: Die Tackle-Welle ist kein Gefühl, sondern eine Mehrheit. 20 von 28 Mocks, also gut sieben von zehn, haben einen Offensive Tackle an Pick 23. Alles andere ist Randszenario.
Zweitens: Es gibt kein einzelnes Consensus-Gesicht, sondern ein Duell. Blake Miller aus Clemson und Max Iheanachor aus Arizona State kommen beide auf 6 Mocks. Zusammen machen sie 42,9 Prozent aller Pick-23-Projektionen. Miller ist der "Safe Floor"-Pick: 54 Spiele College-Erfahrung, All-ACC, ein fertiger Technikblocker. Iheanachor ist der "Traits-Swing": spät zum Football gekommen, 31 Starts in Arizona, 4,91 Forty bei 6-6 und 321 Pfund, noch Formbarkeit nach oben. Die gleiche Zahl an Mocks, zwei komplett unterschiedliche Profile.
Drittens: Trade-Down taucht in keinem der 28 Mocks auf. Alle Aggregatoren bepreisen die Eagles so, als würden sie bei 23 ziehen. Das ist selbst ein Datenpunkt. Wenn der Markt kein Szenario bepreist, ist das eine Aussage.
Ein paar Namen laufen im Consensus unter dem Radar, schlagen bei den Philly-Insidern aber sofort auf: Caleb Lomu (Utah, 3 Mocks), Kadyn Proctor (Alabama, 3 Mocks), Emmanuel McNeil-Warren (Toledo, 1 Mock), Omar Cooper Jr. (Indiana, 1 Mock) und Keldric Faulk (Auburn, 2 Mocks). Merken.
Stimme zwei. Dane Brugler und sein Board
Brugler publiziert im April sein Top-100-Board in "The Beast" für The Athletic. Kein Mock, kein Gerücht, sondern eine Tape-basierte Rangliste. Und die liest sich rund um Pick 23 so:
Pick 8: Spencer Fano (OT1, Utah). Pick 15: Keldric Faulk (EDGE4, Auburn). Pick 17: Monroe Freeling (OT3, Georgia). Pick 19: Kadyn Proctor (OT4, Alabama). Pick 22: Omar Cooper Jr. (WR5, Indiana). Pick 23: Emmanuel McNeil-Warren (S3, Toledo). Pick 25: Caleb Lomu (OT5, Utah). Pick 26: Denzel Boston (WR6, Washington). Pick 28: Akheem Mesidor (EDGE5, Miami). Pick 29: Blake Miller (OT6, Clemson). Pick 31: T.J. Parker (EDGE6, Clemson). Pick 33: Max Iheanachor (OT7, Arizona State).
Drei Beobachtungen aus der Brugler-Perspektive.
Erstens: Bruglers Board-Platz 23 heißt McNeil-Warren. Exakt die Eagles-Pick-Nummer. Brugler nennt ihn einen "fluid mover with functional range" mit "rangy tools to push for starting safety reps as an NFL rookie". Ein direkter Starter-Kandidat genau dort, wo Philly zieht.
Zweitens: Die zwei Consensus-Co-Favoriten liegen bei Brugler deutlich hinter Pick 23. Blake Miller steht auf Platz 29 (1st-2nd-Runden-Grade), Max Iheanachor auf Platz 33 (ebenfalls 1st-2nd-Runden-Grade). Beide sind bei Brugler also Late-First-Round- bis Early-Second-Round-Spieler, nicht Top-25-Lock. Und Iheanachors Summary schließt mit einem Satz, der in den meisten Consensus-Reviews untergeht: "He is an ascending player, although he might require a 'redshirt' year – and a patient coaching staff – as he continues to develop."
Drittens: Bruglers Tackle-Reihe innerhalb Pick 23 liest sich komplett anders als die Consensus-Tackle-Reihe. Fano (8), Mauigoa (11), Freeling (17), Proctor (19), Lomu (25) – alles vor Miller (29) und Iheanachor (33). Die beiden Consensus-Lieblinge sind bei Brugler OT6 und OT7, nicht OT1 und OT2.
Bruglers Siebenrunden-Mock für The Athletic setzt die Eagles in späteren Runden auf einen Quarterback als langfristige Hurts-Versicherung [1]. Runde eins bleibt in der Tackle-Range, aber eben auf dem Board, das er selber anlegt.
Stimme drei. Fran Duffy und sein Diehard Draft Guide
Duffys Board ist das dritte Koordinatensystem, und es zeichnet noch einmal ein schärferes Bild.
In seinen Top 26 taucht Iheanachor nicht auf. Nicht als Erstrunden-Prospect, nicht als Grenzfall. Duffys OT-Rangliste an der Spitze: Spencer Fano (Utah, #10), Kadyn Proctor (Alabama, #11), Francis Mauigoa (Miami, #12), Monroe Freeling (Georgia, #19). Dann erst Linemen, die Duffy explizit unter Pick 26 ansiedelt. Iheanachor gehört in dieser Sortierung zu den Namen, die Duffy nicht als First-Rounder einstuft. Blake Miller fehlt in Duffys Top 26 ebenfalls.
Dafür benennt Duffy die Philly-Namen im Pick-23-Korridor messerscharf, oft mit prägnanten Comps.
Keldric Faulk steht bei Duffy auf Platz 2 des gesamten Boards. Comp: "Supercharged Keion White". Der Scouting-Report liest ihn als "echten Interior-Disruptor" in Multiple-Front-Defenses – passt präzise in Vic Fangios hybride Welt. Emmanuel McNeil-Warren steht bei Duffy auf Platz 20. Comp: "Grant Delpit". Und Omar Cooper Jr. auf Platz 25. Comp: "Lesser Brandon Aiyuk" – gemeint ist der Archetyp eines schnellen, physischen Possession-Receivers mit YAC-Upside. Denzel Boston und Caleb Lomu fehlen in Duffys Top 26. Das heißt nicht, dass er sie schlecht findet, sondern dass sein Cutoff eng liegt.
Dass Iheanachor und Miller in Duffys Top 26 fehlen, ist das stärkste Signal dieses Artikels. Die beiden meistgenannten Consensus-Spieler stehen bei Philadelphias meistgelesener Draft-Guide-Rangliste nicht unter den Top 26.
Der Elefant im Raum
Wenn drei unabhängige Stimmen drei unterschiedliche Dinge sagen, ist das Normalfall. Auffällig ist hier die Richtung.
Consensus (21,4 % auf jeden): Miller oder Iheanachor. Brugler: Miller #29, Iheanachor #33, beide zehn Plätze hinter Pick 23, mit Redshirt-Warnung für Iheanachor. Duffy: Miller und Iheanachor sind nicht in den Top 26.
Das ist nicht "zwei Stimmen sagen A, eine sagt B". Das ist: Die breite Masse nennt zwei Namen, die beide Philly-Tape-Analysten außerhalb ihres Top-25-Bereichs einordnen.
Drei Möglichkeiten.
Erstens: Beide Philly-Analysten liegen falsch und der Consensus sieht etwas, das sie übersehen. Möglich, aber unwahrscheinlich, wenn man weiß, wie viel Tape Brugler und Duffy durcharbeiten.
Zweitens: Der Consensus kalibriert nicht auf Tape, sondern auf Visit-Daten, Combine-Hype und Beat-Reporter-Signale. Philadelphia holt am 23. April tatsächlich einen Spieler, den Brugler und Duffy auf ihren Boards zu weit oben einschätzen. Howie-Roseman-typisch.
Drittens: Der Pick fällt anders aus, weil Roseman die Tape-Seite liest und die Team-Boards stärker auf Fano, Freeling und Proctor kalibriert als auf Miller oder Iheanachor.
Wer den Unterschied zwischen Mock und Board verinnerlicht, weiß, dass Möglichkeit drei in der Franchise-Historie häufiger eingetreten ist, als es der Draft-Abend-Fernsehton vermuten lässt.
Wenn man Brugler und Duffy ernst nimmt. Die Namen an Pick 23
Wenn man die beiden Philly-Boards übereinanderlegt, bleiben drei Namen übrig, die an Pick 23 realistisch verfügbar sein könnten und bei beiden als erstrundenwürdig gelten.
Emmanuel McNeil-Warren, S, Toledo. Brugler #23, Duffy #20. Brugler: "fluid mover with functional range", "rangy tools to push for starting safety reps as an NFL rookie". Duffys Comp: "Grant Delpit" – ein Safety, der in einer Fangio-ähnlichen Two-High-Welt genauso Box-Reps wie Deep-Half-Reps bedienen kann. Pick 23 auf die Mitte der Defense zu legen, wo Blankenship und Dean fehlen, ist keine Notlösung, sondern Sortenreinheit. Im Consensus taucht er nur einmal auf (Jacob Camenker, USA Today, bei Kempski). Das ist genau die Konstellation, die Howie Roseman liebt: Ein Spieler, den die Tape-Analysten an Pick 23 positionieren und den die Masse nicht bepreist.
Omar Cooper Jr., WR, Indiana. Brugler #22, Duffy #25. 69 Catches, 937 Yards, 13 Touchdowns in der Indiana-Meisterschaftssaison unter Curt Cignetti. Duffys Comp: "Lesser Brandon Aiyuk". Brugler bewertet ihn als 1st-2nd-Rundenwert mit Start-Traits. Der A.J.-Brown-Hintergedanke übernimmt hier die Rolle, die im Consensus das Lane-Johnson-Narrativ an Tackle einnimmt. Der kontraintuitive Bonus: Duffy liest Cooper ausdrücklich als starken Run-Blocker. Das nützt im Sirianni-Scheme und für Saquon Barkleys Außen-Zones direkt. Im Consensus taucht er nur in einem Mock auf (Field Yates, ESPN).
Denzel Boston, WR, Washington. Brugler #26, bei Duffy nicht in den Top 26. Die Roseman-Jedd-Fisch-Verbindung ist hier der Hauptkatalysator, und mehrere Beat-Reporter stützen die Philly-Connection-Story. Sechs Fuß vier, 212 Pfund, Außen-WR-Profil statt Slot-Profil. Im 28er-Consensus taucht Boston interessanterweise gar nicht auf, obwohl er in mehreren NBC-Roundups regelmäßig als Eagles-Option gelistet wird. Das ist der "Connection-Pick", den die großen Tracker verpassen.
Randzone, aber nicht ignorieren: Caleb Lomu, OT, Utah (Brugler #25, bei Duffy nicht in den Top 26) ist bei Brugler vier Plätze über Miller und acht Plätze über Iheanachor. Wer wirklich Tackle zieht und Brugler vertraut, nimmt Lomu oder – wenn noch da – Proctor. Kadyn Proctor (Brugler #19, Duffy #11) ist auf beiden Boards ein klarer First-Rounder, in drei von 28 Mocks gesetzt, und passt sowohl an Tackle als auch an Guard. Wenn Roseman wirklich Tackle zieht, ist das der Brugler-Duffy-kompatible Name.
Trade Down. Klassische Howie-Bewegung
Im 28er-Consensus taucht Trade-Down nicht auf. In Bill Barnwells ESPN-Analyse über Trade-Up- und Trade-Down-Szenarien führt er die Eagles trotzdem als eines von zehn Teams, die nach hinten traden sollten [2]. Seine Logik passt exakt zu dem, was die beiden Boards nahelegen. Der Draft-Value-Peak dieser Klasse liegt nicht in den späten Top 32, sondern in der zweiten Runde und frühen dritten Runde, wo die Eagles mit Pick 54, 68 und 98 ohnehin schon stehen.
Wer Bruglers Top 100 durchläuft, sieht das sofort. In der Zone 25 bis 70 des Boards stehen mehrere Spieler, die inhaltlich zu Eagles-Bedarfen passen: Vega Ioane, G, Penn State (Brugler G1, Top-30-Visit, bei Duffy #21), T.J. Parker, EDGE, Clemson (Brugler EDGE6 auf #31, bei Duffy #16 mit Comp "Bradley Chubb"), Dillon Thieneman, S, Oregon (Brugler S2 auf #18, bei Duffy #26 mit Comp "Justin Reid"). Wer Pick 23 gegen einen frühen Zweitrunder plus einen Drittrunder tauscht, bekommt auf dem Board keinen dramatisch schwächeren Spieler. Dafür ein zusätzliches Premium-Asset.
Das ist klassische Howie-Logik. Die Eagles haben 2016, 2019, 2020, 2021 und 2024 in Runde eins getradet, in beide Richtungen. Ein Trade-Down am 23. April überrascht niemanden, der die Franchise beobachtet. Dass der Consensus ihn nicht bepreist, heißt nur: Die Aggregatoren fangen seine Komplexität nicht ein. Nicht dass er unwahrscheinlich wäre.
Meine Rangfolge, zum Mitnehmen
Ich bin Fan, nicht Scout. Aber wenn ich die drei Stimmen nebeneinanderlege und die reine Consensus-Pressung gegen die Tape-Tiefe von Brugler und Duffy diskontiere, sieht meine persönliche Wahrscheinlichkeitstabelle für Pick 23 so aus.
Eins: Offensive Tackle (Miller, Iheanachor, Lomu oder Proctor). 32 Prozent. Der Aggregator-Consensus ist mit 71 Prozent OT zu laut, um ihn zu ignorieren. Visit-Daten, Roster-Narrativ und das Eagles-Pattern der letzten Jahre stützen es. Aber welcher Tackle ist offen: Der Consensus sagt Miller oder Iheanachor, Brugler sagt lieber Lomu oder Proctor, Duffy sagt Proctor oder Freeling. Ich gewichte das als gemischte Wahrscheinlichkeit auf einen der vier und lege mich nicht auf einen Einzelnamen fest.
Zwei: Trade Down. 22 Prozent. Klassische Howie-Bewegung, zumal Board-Logik und Value-Peak in der zweiten Runde gut mit Pick 54 und 68 zusammenspielen. Je stärker die Tackle-Runs in den Top 15 werden, desto wahrscheinlicher wird dieses Szenario. Der Consensus bepreist es nicht, aber das ist Tracker-Begrenzung, nicht Realitätsabbildung.
Drei: Emmanuel McNeil-Warren, S, Toledo. 15 Prozent. Der Board-Match mit Bruglers Pick 23 plus Duffys Platz 20. Das Szenario, das Fans unterschätzen, bis es passiert. Passt zum Defense-Rebuild nach Blankenship und Dean.
Vier: Wide Receiver (Cooper oder Boston). 13 Prozent. Die A.J.-Brown-Transition ignorieren viele, bis sie auf Pick 23 steht. Brugler hat Cooper auf 22, Boston auf 26. Beide sind plausible Philly-Picks aus jeweils anderen Gründen: Cooper über Tape-Value, Boston über die Fisch-Connection.
Fünf: Keldric Faulk, EDGE, Auburn. 10 Prozent. Duffys Platz 2, Bruglers Platz 15. Wenn er auf Pick 23 fällt, ist er dort der beste Best-Player-Available-Pick des gesamten Boards. Im Consensus zwei Mocks, aber nur weil seine wahrscheinlichere Landezone höher liegt.
Sechs: Überraschung, die niemand auf dem Radar hat. 8 Prozent. Weil Howie Roseman.
Das summiert sich auf hundert. Jede einzelne Zahl lasse ich mir in sechs Tagen um die Ohren hauen, wenn Goodell am Donnerstagabend den Namen vorliest. Die Ehrlichkeit im Draft-Business heißt: Auch die beste Aggregation hat am Draft-Abend eine Trefferquote, die deutlich unter hundert liegt.
Fazit. Was wir aus drei Stimmen lernen
Wer nur den Consensus liest, bekommt Miller oder Iheanachor. Wer Brugler liest, bekommt einen Board-Match mit McNeil-Warren, dazu Lomu und Proctor über Miller und Iheanachor und eine Redshirt-Warnung für Iheanachor. Wer Duffy liest, bekommt Fano, Proctor, Mauigoa und Freeling als ernsthafte Tackle-Namen, einen McNeil-Warren auf Platz 20 und einen Keldric Faulk auf Platz 2, der im Consensus bisher nur in zwei von 28 Mocks die Eagles erreicht.
Die verwertbare Lehre ist nicht, welcher Name die höchste Wahrscheinlichkeit hat. Sondern: Wenn Brugler und Duffy in dieselbe Richtung weisen und die Masse in eine andere, ist das ein starkes Signal, skeptisch auf den Masse-Favoriten zu schauen. McNeil-Warren, Cooper, Faulk und Proctor sind die vier Namen, die beide Philly-Analysten an oder vor Pick 23 positionieren. Sie sind die inhaltlich robusten Kandidaten für den 23. April. Miller und Iheanachor sind die Kandidaten der Visit-Logik und des Narrativs. Beides kann richtig sein – nur ist das eine ein Tape-Argument und das andere ein Storyline-Argument.
Sechs Tage. Hört Duffys Podcasts, lest Brugler, speichert euch die Philly-Locals in der Timeline und macht euch nicht verrückt, wenn am Donnerstagabend plötzlich ein Name steht, der in diesem Artikel mit zehn Prozent markiert war. So ist der NFL Draft. Go Birds.
Quellen
Aggregatoren (Grundlage der 28-Mocks-Auszählung):
- Mock Draft Tracker 1.0, PhiladelphiaEagles.com, 09. April 2026
- Eagles 2026 mock draft roundup, version 4.0, Jimmy Kempski, PhillyVoice, 07. April 2026
- Eagles 2026 mock draft tracker, Adam Holt, atozsports, 13. April 2026
Boards (Tape-Rankings):
- Dane Brugler, "The Beast", The Athletic, Top 100 Board, Stand 02. April 2026
- Fran Duffy, "Diehard Draft Guide 2026", ALLCITY Network, Top 26 Board, abgerufen Ende März 2026
Ergänzende Quellen im Artikel:
- Trade-Up- und Trade-Down-Analyse, Bill Barnwell, ESPN
- Siebenrunden-Mock mit QB-Bewegung, Bleacher Report Nachdruck eines Brugler-Mocks
- Eagles 2026 Draft-Pick-Übersicht, PhiladelphiaEagles.com